Wer von Euch mein Snapchat und Instagram beobachtet (ich weiß, dass viele von Euch im unsichtbaren stalken Meister sind 😉 ) dem wird aufgefallen sein, dass ich in den vergangenen Wochen nur in der Einzahl geredet habe.
Wenn ich von „uns“ geredet habe, ging es dabei immer um Benaja und mich.
Und wer von Euch in den letzten Tagen dann auch meine Snaps gesehen hat, der hat den Grund dafür schon erfahren.
Denn ein Wir, dass sich auf Christian und mich bezieht gibt es seit dem gemeinsamen Urlaub in Ägypten nicht mehr.

Ich habe mich von meinem Ehemann getrennt.

Für die, die es noch nicht gehört haben ist das vielleicht ein Schock und kommt total unerwartet. Klar, denn unserer Probleme habe ich nie in der Öffentlichkeit ausgetragen.
Das wird sich auch hiermit nicht ändern. Ich werde keine Gründe oder gar Details nennen und unsere Scheidung im Internet abwickeln.
Aber ich kann versichern, dass diese Entscheidung nicht über Nacht kam, sie ist sehr gut überlegt und es ist auch für Benaja das Beste.
Wir versuchen so weit es möglich ist, im Guten aus einander zu gehen und nicht zu streiten.
Einige Diskussionen ließen sich aber natürlich nicht vermeiden.

Im März wären wir 5 Jahre verheiratet gewesen und natürlich macht es mich zu einem gewissen Teil auch traurig diese Beziehung beenden zu müssen.
Aber wenn Wut, Enttäuschung und Abneigung überwiegen, bringt es niemanden weiter an einer Illusion fest zu halten.
Eine Beziehung aufrecht zu erhalten, nur weil man sich daran gewöhnt hatte ist sinnlos.
Sie aufrecht zu erhalten, weil man Angst davor hat alleine zu sein ist dumm.
Für sinnlos und dumm entscheide ich nicht.

Mir geht es super.

In den Köpfen vieler liege ich nun jeden Abend traurig im Bett und weine mich in den Schlaf.
Ich müsste traurig, verzweifelt und vor allem hilflos sein.
Von dieser Vorstellung kann ich Euch direkt befreien.
Für mich ist diese Entscheidung genauso wichtig gewesen wir tägliches Zähneputzen…
wenn auch nicht ganz so banal, da die Konsequenz aus „Zähne nicht geputzt“- Karies nicht ansatzweise vergleichbar ist mit einer Scheidung…klar.
Generell bin ich aber ein Wesen, dass es über viele Jahre hinweg gelernt hat rational anstatt emotional zu handeln.
Ich habe nie ein unbeschwertes Leben gehabt in dem ich mich um Lappalien sorgen „konnte“ – ich hatte immer nur ernsthafte Sorgen und Probleme.
Ein „morgens einfach aufstehen, zur Arbeit gehen und am Wochenende Freizeit genießen“ – Leben hatte ich nie.
Darüber könnte ich mich beschweren und wirklich viele Stories darüber schreiben, was mir schon alles schicksalhaft Schlechtes passiert ist.
Mich zu beschweren kommt aber nicht für mich in Frage, da genau diese widrigen Umstände den Menschen aus mir gemacht haben, der ich heute bin.
Ich bin verdammt noch mal stolz auf mich, wie ich mich und mein Leben manage, wie ich mich um Benaja kümmere und welch starken Charakter ich besitze.
Ich bin zuversichtlich, dass ich auch als Single-Mom weiterhin alles bewältigen kann was mir widerfährt.
(Benaja´s Papa hat natürlich seine Hilfe angeboten, wo immer ich es zulasse).

Wir brauchen kein Mitleid.

Weder Benaja noch ich brauchen nun Mitleid-Bekundungen.
Er ist nicht das erste Scheidungskind… und seien wir mal ehrlich?!
Entweder Du oder mindestens eine Person die du kennst hat sich gewünscht, dass sich die Eltern trennen.
„Für die Kinder“ zusammenzubleiben ist nämlich eine faule Ausrede sich nicht an ein neues Leben gewöhnen zu müssen.
Ohne hier irgendwelche Ehen schlecht machen zu wollen, aber wenn es nur ein Zusammenleben ist leidet ein Kind meiner Meinung nach noch mehr darunter.
Natürlich gibt es in jeder Beziehung Probleme und zusammen kann man an vielem Arbeiten und auch schwere Phasen durchstehen.
Für mich sind es nun aber genügend schwere Phasen und Probleme gewesen, die ich nicht mehr bereit bin weiterhin zu bewältigen.
Ich rechtfertige mich nicht für diese Entscheidung, da sie für mich die einzig Richtige ist.
Dennoch möchte ich klarstellen, dass ich es nicht einfach so von heute auf morgen aufgegeben habe.

2017 wird alles anders

Jedes Jahr nehmen wir uns verschiedenste Neuerungen vor.
Meine Neuerung ist „aus Drei mach Eins und Eins“. Ich nenne es ganz bewusst nicht „aus Drei mach zwei“, weil ich auch weiterhin keine Übermutter sein werde, die das Kind über alles stellt 😉 Nach wie vor werde ich mir so viel „me-time“ gönnen wie ich es für angemessen halte. Mutter-sein ist nämlich nicht mein Main-Job…
Trotzdem ist Benaja ganz präsent und das wird definitiv ein turbulentes Abenteuer! 🙂
Das Jahr 2017 habe ich unter das Motto „Sport und Spaß“ gestellt. 😀
Nach dem anstrengenden Jahr 2016 möchte ich wieder so fit werden, wie ich es die Jahre davor war.
In 2016 habe ich mich durch Christians Verletzung und das halbe Jahr, das er krankgeschrieben war um alles alleine kümmern müssen. Sport habe ich in dieser Zeit leider nie machen können. Das hat sich in diesen ersten Wochen schon geändert, darauf bin ich sehr stolz 🙂
Jetzt fehlt eigentlich nur noch der Spaß – sicher, der kommt demnächst von allein 🙂

Ich freue mich, wenn Ihr mich (weiterhin) auf meinen Erlebnissen begleitet.
Xx, Vanessa

Das Kleid ist von ZAFUL, genauso wie die Jacke:
Erhältlich Hier und Hier.
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