Ich wollte schon seit Jahren bei Shopping Queen mitmachen. Meine erste Bewerbung über das Anmelde Formular auf der offiziellen Seite von VOX ist bestimmt schon 3 oder 4 Jahre her.
Seit dieser ersten Anmeldung müssen mindestens 5 weitere meiner Bewerbungen bei VOX reingeflattert sein.
Wisst ihr, ich habe in der Schwangerschaft so oft Shopping Queen geschaut und mir immer wieder die selben Fragen gestellt:
„Warum gehen die nicht einfach in den H&M?“
„Warum ist es für die so schwer in 4 Stunden alles zu finden?“
„Warum sieht man nie das Badezimmer der Kandidatinnen?“
„Warum bewerten sie sich so unfair?“
„Hat sie das gerade wirklich ernst gemeint?“

Und so weiter, die Fragen können endlos weitergeführt werden.
Dass mein Mann Christian dann auch noch beim Perfekten Dinner mitgemacht hat, hat mich nur noch mehr in dem „Wunsch“ bestärkt bei dieser Sendung mitzumachen.
Ende Februar war es für mich so weit- Shopping Queen war zum zweiten Mal in meiner Wahlheimat Saarbrücken und ich durfte eine der 5 Kandidatinnen sein.
Unser Thema war „Queen of the day – finde deinen Look für den Muttertag“.
Das überforderte mich im ersten Moment, da ich noch nie einen Muttertag gefeiert hatte. Meine eigene Mutter fand es immer doof nur an diesem Tag beschenkt und geehrt zu werden. Da bin ich nach wie vor ihrer Meinung.
In meinen Augen ist es nichts anderes als ein weiterer kommerzialisierter Tag, an dem alle Geld verdienen wollen.

Wir durften also komplett frei entscheiden, was unser Look verkörpern sollte. Von daher war es ein super angenehmes Thema!
Leider leider leider wurde mir der Montag zugelost. Als mir das gesagt wurde, war mir klar, dass der Sieg mit dem dazugehörigen Titel „Shopping Queen von Saarbrücken“ eher unerreichbar war.
Montags weiß noch keine der fünf so ganz genau, wie was abläuft. Untereinander kennt man sich noch gar und man hat noch keinerlei Sympathie aufgebaut. Diese Sympathie erschwert es nämlich in meinen Augen unfair zu bewerten, da man ja irgendwie auch nach der Ausstrahlung in Kontakt bleibt und nicht will, dass man die Böse ist.
Montags weiß man auch als Kandidatin noch gar nicht so viel vom Ablauf, bzw wird einfach ins kalte Wasser geworfen. So wusste ich zum Beispiel erst im Laden, dass ich jedes einzelne Kleindungsstück, dass ich oder die Verkäuferinnen anfassen noch ein mal in ein Schnittbild verarbeiten muss. Ein Schnittbild wird immer noch mal eingeblendet, wenn über das Teil gerdet wird oder Guido es genau sehen möchte. Dafür muss der Bügel von seiner alten Position genommen und wieder hingehangen werden, dann muss er noch mal genommen und weg gehalten werden und dann muss er noch einmal in die Kamera gehalten werden, damit er von oben bis unten gefilmt werden kann. Wenn also die Shoppingbegleitung oder Verkäuferin unmengen an Teilen herbeiholt geht viel viel Zeit für Schnittbilder verloren.
Denn ja, das geht von den vier Stunden Zeit ab!
Das hatte ich aber relativ schnell gecheckt und mit meiner Zeit kam ich daher auch sehr gut zurecht.
Was man auch erst am eigenen Shopping Tag erfährt, sind die Läden in denen man tatsächlich einkaufen gehen darf!
Vorab darf man zwar eine Liste mit beliebig vielen Läden abgeben in denen man gerne einkaufen gehen möchte.
In der kompletten Woche sollen die Läden möglichst nicht doppelt benutzt werden. Das kann in einer so kleinen Stadt wie Saarbücken ein echtes Problem sein!
Denn jeder Laden muss vorher sein Einverständnis abgeben, dass dort gefilmt werden darf. So kommt es auch, dass so gut wie nie im ZARA H6M und Co eingekauft wird.
In Saarbrücken haben nur 4 Schmuckläden ihr OK gegeben, und einmal dürft ihr raten, wer keinen Laden für Schmuck bekommen hat. japp – moi.
Zu gut, dass ich Montags Morgens den Schmuck meiner Freundin Marlene von Stella & Dot zu meinem Friseur gebracht habe. Er hat mir dann am Abend den Schmuck zu Katalog Preisen verkauft, sodass auch ich gescheiten Schmuck hatte.

Morgens auf dem Weg zum Shopping Mobil wurde mir dann eine Liste gegeben. Auf der Liste standen die Läden, in die ich gehen durfte. Eine sehr mickrige Auswahl war das!
PITTI in der Fröschengasse, Loup auch am Sankt Johanner Markt, More & More (allerdings nur evtl.), JUMEX und mein Friseur Toni Zambito.
So weit so gut dachte ich. Im Pitti hätte  ich ein tolles chices Outfit gekauft mit Hohen Schuhen von Chiara Ferragni.
Kurz bevor losgefahren wird, ruft der Aufnahmeleiter aber immer noch mal im ersten Laden an und sagt bescheid, dass wir auf dem Weg sind.
Mein erster Laden sollte also Pitti sein. „Nein, ihr könnt heute doch nicht kommen! Wir bekommen gleich einen wichtigen Kunden, der immer zwei Stunden bleibt und der ist wichtiger!“
🙁 In dem Moment sank meine Laune in den Keller!!! In dem Laden hätte ich so tolle Teile kaufen können, aber nein …
Ich war / bin sehr sauer darüber.
Ich durfte dann entscheiden in welchen Laden von der Liste wir dann fahren sollten.
More & More wählte ich aus, obwohl ich mich nicht erinnern konnte je in dem Laden gewesen zu sein oder ihn als Wunschladen angegeben zu haben.
„Da gibt es wohl ein Missverständnis! Wir haben nicht zugestimmt teilzunehmen! Keine von uns will ins Fernsehen!“ sagten die Damen bei More & More.
Mittlerweile dachte ich, dass irgendwo eine versteckte Kamera sein musste!!!
Auf meiner Liste waren nun also keine Läden mehr. Erst zu Munni in den Loup zu gehen machte kein Sinn – die Auswahl an Damenbekleidung war mir einfach viel zu klein,
Im JUMEX hätte ich auch kein komplettes Outfit finden können und schon gar nicht wollen.

So wurde also lange hin und her telefoniert und gewartet und telefoniert und gewartet- zum Glück ging das nicht von meiner Zeit ab. Aber leider wird das auch nicht im TV gezeigt, was aber so einiges erklären würde.
Einen der anderen Läden von den anderen Mädels zu bekommen war anscheinend nicht erlaubt , „Es muss ja alles fair bleiben“. Ich fand das alles gar nicht fair.

Irgendjemand hatte es dann geschafft die Verkäuferin im More & More umzustimmen und so durfte ich dort als erstes einkaufen gehen.
Dort arbeitete zum Glück eine sehr freundliche junge Frau, die mir weiterhalf.
Allerdings hatte ich die ganze Zeit über im Kopf, dass ich keinen weiteren Laden außer JUMEX und LOUP mehr hatte. Deshalb wollte ich das komplette Outfit dort bekommen und eventuell ein Oberteil bei Munni im Loup kaufen. Im JUMEX wollte ich eigentlich nur eben schnell durchlaufen, aber keinen von diesen Billigtretern wollte ich Guido präsentieren.

Die Jeans und die Weste im More & More hätte ich mir zwar privat nicht gekauft. Ich trage so etwas vielleicht, wenn ich Benaja vom Kindergarten abhole – aber nicht wenn ich vor Guido Maria Kretschmer auf den Laufsteg trete. Die Hose hat mir zwar auf Anhieb gepasst aber war für eine skinny Jeans zu locker. Die Strickjacke gefiel mir erst vom Stil und ich möchte sie lieber als den blauen Blazer, wäre aber auch ohne Shopping Queen nicht in meinen Kleiderschrank gekommen. Vor allem hat sie mal 89€ gekostet?! What??
Anyways, ich hatte ja nicht viele andere Möglichkeiten. Und in Gedanken war ich auch immer bei den vier Stunden, die abliefen und wollte nicht zu viel anprobieren… Also musste ich nehmen, was ich kriegen kann.

Nachdem ich schnell im JUMEX durchgesaust war (wurde nicht im TV gezeigt), sagte mir der Aufnahmeleiter, dass ich ins TALLY WEIJL gehen darf.
Stand auch nicht auf meiner Liste und ist auch keiner der Läden in denen man ein Siegeroutfit finden kann.
Aber da ich ja doch noch unendlich viel Zeit hatte nahm ich den Laden auch noch mit.
Dort fand ich dann meine schwarze Bluse und die schwarze Fransentasche aka Cher Gedächtnis-Tasche.

Zufrieden war ich aber irgendwie nicht. Körperlich Gut ging es mir auch überhaupt nicht. Bei mir hatte sich über Nacht eine starke Erkältung angeschlichen. Im TALLY WEIJL merkte ich dann, wie meine Kräfte dahin waren.
Meine Arme taten einfach nur noch weh und ich wollte am liebsten ins Bett gehen. Meiner Meinung nach hatte ich sogar Fieber, aber hatte ich keine Zeit um das zu überprüfen.
Weiter gings dann ins LOUP wo ich meine Dr. Martens gekauft habe. Ich habe mir noch eine schöne Armband Uhr angesehen und auch anprobiert, was sie aber auch nicht in der Sendung gezeigt haben.
Damit war dann das Outfit auch schon komplett. Mit einer Stunde und 30 Minuten liefen wir gemütlich zu Toni Zambito.

Mit ihm hatte ich vorab schon mal zwei Frisuren getestet, die wir eventuell machen könnten.
Zu dem Look passten meiner Meinung nach keine Locken, so entschied ich mich für den Sleek Look – alle Haare glatt nach hinten gekämmt.
Das Make up war ein für mich normales Tages Make up, nicht zu viel und auch nicht zu wenig.

Nach dem Friseur ist die Crew mit mir essen gegangen. Ich habe mich entschieden sie in die Burgerei zu führen.
Aber ich hatte nicht einmal richtig Lust auf meinen Burger und Pommes habe ich gar nicht erst bestellt – so mies ging es mir!
Von dort aus ging es dann in die LUMINANZ, unser Studio für diese fünf Tage. So wird es anscheinend immer gemacht – nach dem Friseur geht die Kandidatin erst einmal essen. In etwa der selben Zeit gehen auch die anderen 4 Kandidatinnen mit dem anderen Aufnahme Team essen.
Der Laufsteg war nun meiner! Das ist immer ein lustiges Versteckspiel- die anderen vier müssen irgendwo zusammen warten, wo sie mich nicht sehen und ich musste hinter der Wand warten.
Die Kritik der Mädels war im Grunde keine Kritik sondern nur positives Feedback, sodass ich davon ausging von jeder 9 Punkte zu bekommen.
😀 naive kleine Vanessa!
Am Montag ist ja keine Kandidatin so „dumm“, so viele Punkte zu vergeben, wo sie doch wissen, dass sie es selber überbieten müsste.
Da spielt eben die Anfangs erwähnte Sympathie eine wirklich große Rolle.

Nachdem ich 31 mal über den Laufsteg tapsen musste (neue Dr Martens sind so unbequem!) und die Mädels ihre Meinungen geäußert hatten, durfte ich nach einem kurzen Interview gehen. Endlich! Ich war so froh mit dem Taxi nach Hause zu fahren und einfach schlafen zu gehen. Ich war auch froh, dass ich den Rest der Woche dann einfach ganz entspannt erleben konnte. Ohne Druck selber noch ein Outfit finden zu müssen.

In der direkten Woche danach sind wir Dienstags mit dem Zug nach Berlin gefahren – morgens um 6.00 Uhr los. Mittwoch ging es aber auch schon direkt wieder zurück nach Hause mit dem Zug. Zwischendrin haben wir noch schnell „Das Finale“ mit dem Guido in den „showrooms“ abgedreht. Dort haben wir uns wie bei einer Massenabfertigung gefühlt- die Crew war nicht sehr freundlich und insgesamt war alles eher low-budget Organisation. Guido zu treffen war lustig, er war wirklich lieb und hat sich auch noch 10 Minuten danach Zeit genommen mit uns Fotos zu machen.

Und das Badezimmer der Kandidatinnen sieht man fast nie, da dort das komplette Equipment der Crew gelagert wird 😉

Habt Ihr noch Fragen zu der Sendung, dem Ablauf oder anderen Punkten? Dann hinterlasst gerne einen Kommentar.
Xx, Vanessa

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